26.06.2009

ZSOpilatus an der Ruderwelt

 

Zivilschützer ermöglichen die Ruderwelt Luzern

 

OK-Mitglied Petra Fleischanderl sagt es unumwunden: «Ohne Zivilschützer gäbe es die Ruderwelt Luzern wohl nicht.

Sie sind in allen strategisch wichtigen Bereichen im Einsatz.» Die Ruderwelt Luzern – das ist ein dreitägiges Ruderfest auf dem ruhigen Rotsee, an dem ein Weltcup oder die Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Und die Infrastruktur wird genützt, um eine Woche zuvor, in diesem Jahr am 4. und 5. Juli, die Schweizermeisterschaften durchzuführen.

Der Aufbau der Infrastruktur gehört zu den grossen Beiträgen, welche die Zivilschutzorganisation Pilatus (Luzern, Kriens und Horw) und die Zivilschutzorganisation Emme (20 Gemeinden von Malters über Root bis Vitznau) für die Ruderwelt zur Verfügung stellen. Ingesamt leisten die Zivilschützer 378 Einsatztage.

50'000 Franken betrage der Wert der Dienstleistungen, schätzt Petra Fleischanderl, die wie alle Mitglieder des Organisationskomittees und die rund 300 Helfer ehrenamtlich für die Ruderwelt arbeitet. «Anders als ausländische Austragungsorte haben wir keine feste Infrastruktur mit einem Ruderbecken und festen Tribünen. Darum ist der Auf- und Abbau für uns ein kostenintensiver Posten», sagt Petra Fleischanderl.

Bei mehreren Zivilschützern kommt diese Art von Einsatz gut an. «Wir machen etwas fürs Allgemeinwohl. Da kann ich dahinter stehen», sagt zum Beispiel der Krienser Christian Felder. Er ist einer von 16 Zivilschützern, die unter der Leitung von Zugführer Beni Weiss die Aufbauarbeiten erledigen, während im Hintergrund die Ruderinnen hart trainieren. Unter anderem haben die Zivilschützer für die Tribüne im Zielbereich ein riesiges Festzelt mit 38 Masten aufgezogen, auf denen je 100 Kilo schwere Spanner ruhen, die wiederum je 70 Kilo schwere Zeltbahnen tragen. «Es ist strenge Arbeit», sagt denn auch Christian Felder – während Nico Van der Heiden findet, der Tribünenbau am Reitturnier CSIO sei jeweils anstrengender gewesen.

Hans Waser vom Zeltlieferanten Felder lobt die Zivilschützer. «Wir kommen gut vorwärts», sagt er zufrieden. Die Zivilschützer arbeiteten gleich gut wie Temporärangestellte, die sonst beim Aufbau solcher Zelte mithelfen. Zugführer Beni Weiss gefällt die Arbeit jedenfalls gut – zumindest hilft er schon das vierte Jahr in Folge beim Aufbau für die Ruderwelt. «Mit der Zeit weiss man genau, was zu tun ist. Es hat zwar viel Arbeit, und jeder muss anpacken. Aber wir sind ein gutes Team», lobt Beni Weiss seine Männer. «Wir geben gegenüber den Passanten ein gutes Bild ab: Die Bevölkerung sieht, dass wir hier arbeiten.»

Fabian Fellmann

 

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