16.08.2011

Mit dem Zivilschutz zum Weltrekord

 

Ein kalter, regnerischer Morgen, es fühlt sich an wie im April. Dabei ist es der 21. Juli, Spitzen Leichtathletik in Luzern. Unglaublich, dass bei diesem Wetter am Abend der russische Stabhochsprungstar Jelena Isinbajewa einen neuen Rekord springen will.

 

Damit das klappt, ist der Zivilschutz im Einsatz, genauer die Zivilschutzorganisation Pilatus.

Dutzende Personen sind aufgeboten, um Spitzenleistungen zu erbringen, bevor das Publikum klatscht. Ein Blick ins Stadion zeigt, die Arbeiten der Zivilschützer sind beinahe abgeschlossen. Die Tribünen stehen, die Abschrankungen sind aufgestellt und die Verkaufsstände am richtigen Ort aufgebaut. Eine Gruppe von Zivilschützern trägt die letzte Kaffeemaschine zum richtigen Zelt. Bei diesem Wetter das wohl richtige Getränk.

Im Innern des neuen Stadions sind die Spezialisten der ZSOpilatus am Werk. Eine Gruppe Stabsassistenten mit dem Chef Telematik Sandro Matt. Er ist mit seinen Zivilschützern verantwortlich, dass die Kommunikation am Abend während dem Meeting einwandfrei funktioniert. Wenn die Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa in wenigen Stunden hoffentlich den Weltrekord über 5.07 Meter springt, wird das Resultat über die Installationen des Zivilschutzes übermittelt. Im Büro werden die Resultate der Athleten in die verschiedenen Computersysteme eingegeben und im TV oder auf der VideoWand angezeigt. Einige Kilometer Kabel wurden seit Stunden verlegt, damit die Verbindung zwischen den einzelnen Wettkampfplätzen und dem Resultatebüro einwandfrei funktioniert.

„Wir sind unglaublich froh über die Arbeit des Zivilschutzes, denn was hier in kürzester Zeit geleistet wird ist genial“, sagt Fredy Mollet, der Leiter Wettkampfbüro. Eine Leistung, vergleichbar mit den Athleten, fügt er an.

Nachtrag:
Der Weltrekord kam leider nicht zu Stande, Jelena Isinbajewa verletzte sich beim Aufwärmen und verzichtete auf einen Start. Dafür begeisterte die junge Schweizerin Lisa Urech die 6500 Zuschauer über 110 Meter Hürden.

Ron Prêtre

 

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Lisa Urech beim Zieleinlauf über 110 Meter Hürden

Die Stabsassistenten ziehen in den Katakomben des neuen Stadions auf der Luzerner Allmend die Kommunikationskabel ein