Schweiss, Dreck und Kameradschaft – die Cobra-Formation gibt vollen Einsatz im Entlebuch

 

Es sind Wege, die wohl nur wenige Menschen jemals begehen werden und trotzdem lohnt sich die harte Arbeit der über 90 Zivilschützer mitten in den steilen Hängen in Marbach und im Schutzwald Schüpfheim. Die Cobra-Formation kämpft sich eine Woche lang durch Dreck und Schlamm.

 

Man muss etwas ausholen, um den genauen Grund für die diesjährige Einsatzwoche der Cobra-Formation zu erklären. Mit Schaufeln, Pickeln und Motorsägen bauen und buddeln die Zivilschützer in mehreren Gruppen verschiedene Wege im Wald oberhalb von Marbach und im Schutzwald Schüpfheim.

 

Was im ersten Moment nach Wanderwegen zur Erholung scheint, entpuppt sich jedoch als wichtigen Teil für die Arbeit der Förster vor Ort. Der Wald bei Marbach liegt nämlich in einem sehr steilen und dadurch sehr schwer zugänglichen Gelände. Um den Försterarbeiten des Schutzwaldes Rechnung zu tragen, sind diese «Begehungswege» von enormer Wichtigkeit.

 

Harte Arbeit mit zwei Zielen

 

Im Mittelpunkt der strengen Einsatzwoche im Entlebuch steht sicherlich die Arbeit in den Wäldern, die vom Amt Landwirtschaft und Wald (LAWA) in Auftrag gegeben wurde. Auf ein weiteres Ziel setzt Silvan Schwander, Chef der Cobra-Formation – nämlich auf die Kameradschaft.

 

Im Unterschied zu den meisten anderen Zivilschutzeinsätzen gehen die Zivilschützer in dieser Woche nach getaner Arbeit nicht wie üblich nach Hause, sondern übernachten gemeinsam im «Haus an der Emme» in Schüpfheim.

 

„Obwohl die meisten Zivilschützer von der Reisedistanz her problemlos zu Hause übernachten könnten, bleiben wir bewusst zusammen, essen miteinander und lassen den Tag gemeinsam ausklingen. Dies stärkt die Beziehung und das Vertrauen untereinander, was im Ernstfall im Zivilschutz von enormer Wichtigkeit ist,“ sagt Silvan Schwander.

 

Ein Netz von Wegen

 

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Cobra den Weg durch den Schlamm bahnt. Auch in den letzten Jahren wurde das Netz der Begehungswege im Schutzwald immer wieder erweitert. Meistens unter ähnlich strengen Bedingungen: tiefer Schlamm, tiefe Temperaturen und manchmal sogar bei Schneefall.

 

Aber die Arbeit zahlt sich aus. So kann zum einen der Fortbestand der Artenvielfalt in den Wäldern durch die Förster gezielt optimiert werden und zum anderen bleibt die Cobra weiterhin ein stark eingespieltes Team für Einsätze der ZSOpilatus.

 

Text und Fotos: Michael Fankhauser, Mediengruppe