Zu Besuch bei den Köchen – die heimlichen Stimmungsmacher

26.10.2020

| ZSOpilatus

| Küche

Kay Enz, Küchenchef der ZSOpilatus, berichtet aus einer Position, die mehr im Hintergrund wirkt. Doch ohne die Küche geht gar nichts.

In der Zivilschutzanlage Hofmatt in Horw haben sich die Köche eingerichtet. Will man Kay Enz und sein Küchenteam finden, so muss man nur der Nase folgen. Der gute Geruch aus der Küche leitet einen zuverlässig durch die Gänge. So dauert es nicht lange und man ist im Küchenreich angekommen.

Die Köche sind bereits fleissig am Kochen und Arbeiten, so dass niemand Hunger fürchten muss. Jeder Handgriff sitzt und alle wissen, was sie zu tun haben. Man könnte denken, dass die Köche bereits seit Jahren in dieser Küche arbeiten, doch sie haben sie erst vor einigen Stunden bezogen.

So sagt auch Kay, dass man als Koch in seiner Truppe sehr anpassungsfähig sein muss, und sich schnell an einem Arbeitsplatz einrichten können. Ob sie nun in dieser gut installierten und modernen Küche arbeiten oder ihre Küche improvisiert im Feld aufbauen, das darf für die Köche vom ZSOpilatus keine Relevanz haben. Denn egal wo sie sind, die Zivilschützer haben immer einen Bärenhunger.

Essenausgabe – in Coronazeiten mit Maske

Essenausgabe – in Coronazeiten mit Maske

Ein Organisationstalent muss man sein

Um gute Leistung als Kochteam zu vollbringen, muss man ein Organisationstalent sein! Kay plant seine Einsätze bereits am Freitag vor dem eigentlichen Einsatz und geht alle Zutaten einkaufen, die es braucht.

In dieser Woche muss er für 24 hungrige Pioniere kochen. Die Pioniere arbeiten im feucht kalten Herbstwetter im Grämliswald auf der Horwer Halbinsel und helfen ihn aufzuforsten.

24 Portionen klingt nach viel, ist für Kay aber eine verhältnismässige kleinere Menge..Es gibt zwar viele vorgegebene Rezepte und Zutatenlisten, die man gut übernehmen kann, doch immer nur blind nach Rezept zu gehen ist nichts für Kay und sein Team. «Die Arbeit wird spannender, wenn man auch mal spontanen Rezeptideen Platz geben kann», erzählt Kay mit einem breiten Grinsen.

Kay Enz, Küchenchef der ZSOpilatus

Kay Enz, Küchenchef der ZSOpilatus

Die moralische Stütze der Einsatzkräfte

Man kann durchaus sagen, dass das Küchenteam die moralische Stütze der Zivilschützer ist. Wenn das Essen nicht stimmt, so wird der ganze Einsatz zu einer viel schwierigeren Angelegenheit. Dieser Verantwortung sind sich Kay und seine Männer durchaus bewusst, sie schöpfen gar Energie daraus.

«Es ist ein super Gefühl, wenn du zur Mannschaft gehst und sie dich aller herzlichst Empfangen und dir dankbar sind!»

Kay Enz, Küchenchef der ZSOpilatus

Auch das dynamische Umfeld einer Küche ist für die Köche eine spannende Angelegenheit. Man ist fleissig und immer gut beschäftigt, aber der Spass geht definitiv nie verloren. Ein ebenso grosser Vorteil ist, dass die Köche sehr unabhängig und selbstorganisiert arbeiten können. Bei jedem Handgriff weiss man, für was man diese Arbeit tut, ganz klar ein motivierender Faktor.

Je länger Kay von seinem Alltag in der Küche erzählt, desto mehr rumort es aus der Küche. Die hungrigen Pioniere werden bald da sein, der Schlussspurt in der Küche beginnt. Der Küchenchef verabschiedet sich und schwingt sich wieder hinter den Herd. «Kurz gesagt, das Beste an unserem Job: Niemand will Streit mit dem Koch, sonst kann das Nachschöpfen schwierig werden», sagt Enz abschliessend mit einem Augenzwinkern.

Autor

Livio

Viggiano

ZSOpilatus Mediengruppe

Fotograf

Mauro

Schweizer

ZSOpilatus Mediengruppe