Manpower für die Korporation Horw

07.10.2021

| Horw

| Pionier

Was die Korporation Horw nicht allein schafft, erledigt der Zivilschutz: Im WK Pioniere der ZSOpilatus stehen 24 Männer im Wald auf dem Horwer Schwendelberg im Dienst der Öffentlichkeit. Sie helfen zum Beispiel Wanderwege zu sanieren oder bringen Grillplätze wieder in Schuss.

Es ist Montagnachmittag. Milde Temperaturen, graue Wolken, aber immerhin kein Regen. Gleich oberhalb des Restaurants Schwendelberg sanieren fünf Uniformierte ein Geländer an einer Strasse. Die Holzplanken sind grösstenteils morsch und müssen darum ersetzt werden. Akkuschrauber und Tauchkreissäge gehören dabei zu den benötigten Werkzeugen. Eine gemütliche und sinnvolle Arbeit, wie einer der Zivilschützer zu Protokoll gibt. 

Roger Wüest, der Forstwart der Korporation Horw, begutachtet die getane Arbeit. Als Auftraggeber kommt er täglich vorbei und schaut sich den Fortschritt an. Mit dem Geländer ist er zufrieden. Die Planken könnten teilweise noch ein wenig weiter oben sein, damit alle auf gleicher Höhe sind, meint Wüest. Die Zivilschützer bejahen dies und machen sich an die Korrekturen.

«Wir sind bei der Korporation zu zweit für 300 Hektaren Wald zuständig. Sobald ich Manpower brauche, frage ich darum den Zivilschutz an», erklärt Roger Wüest. Er sei froh um diese Möglichkeit, weil sonst einfach gewisse Arbeiten liegen bleiben. «Einen Bach räumen mein Mitarbeiter und ich nicht unbedingt, weil es zu lange dauern würde. Nun können wir genau diese Arbeit nachholen.»
 

Baustelle mit Panorama

Seit letztem Jahr arbeitet Roger Wüest und die Korporation wieder mit der ZSOpilatus zusammen. Dabei beinhalten die Arbeiten zum Beispiel die Sanierung von Wanderwegen, das Erstellen von Wildschutzzäunen, Jungwuchspflege oder die Instandhaltung von Grillplätzen.

Dass damit der Öffentlichkeit gedient ist, kommt bei den dienstleistenden Pionieren im Wiederholungskurs gut an. «Wenn man weiss, wofür man eine Woche im Wald ist, dann ist die Arbeitsmoral grösser», sagt ein Zivilschützer. Und wenn dann noch spannende Jobs dabei seien, wie der Neubau eines Tisches bei einer Grillstelle der Korporation, umso besser.

Es ist die Aufgabe von Marco Häfliger, dass der einwöchige Einsatz gut über die Bühne geht. Der Zugführer ist nach 2020 zum zweiten Mal für diesen WK verantwortlich. Damit er das richtige Material für den Kurs mitnehmen kann und weiss, was ihn erwartet, hat er den Arbeitsort eine Woche vor dem Einsatz besichtigt. 
Als Bürolist arbeite er gerne zur Abwechslung körperlich in der Natur. Und den Ort kennt er bereits: «Ich jogge hier durch und trainiere so unter anderem für Marathons. Ich weiss darum zum Beispiel, dass der Wanderweg durch den Wald rund 800 Meter lang ist und 160 Höhenmeter beinhaltet», sagt er mit einem Schmunzeln. 

Autor

Philippe

Weizenegger

ZSOpilatus Mediengruppe

Fotograf

Simon

Kwasny

ZSOpilatus Mediengruppe