Autor
Christian
Beck
ZSOpilatus Mediengruppe
Fotograf
Florian
Christen
ZSOpilatus Mediengruppe
Film
Isai
Oswald
ZSOpilatus Mediengruppe
Die Pioniere der ZSOpilatus erstellten im Auftrag der Gemeinde Horw einen 150 Meter langen Wanderweg entlang des Steinibachs.
07.04.2026
| Horw
| Pioniere
Mit Maschinen und Muskelkraft: Zivilschutz baut Wanderweg am Pilatushang. In den fünf Tagen zwischen dem 9. und 13. März erstellten die Pioniere der ZSOpilatus einen Wanderweg entlang des Steinibachs in Horw.
Wanderweg-Bau am Pilatushang
Im Auftrag der Gemeinde Horw bauten zehn Pioniere der ZSOpilatus innerhalb von fünf Tagen einen Wanderwegabschnitt entlang des Steinibachs aus.
Am Dienstagmorgen traf sich die Mannschaft und die Vertreter der Mediengruppe bei strahlendem Sonnenschein in der Zentrale. Unter der Leitung von Patrick Ulrich (Zugführer Pionier) machten sie sich mit zwei Fahrzeugen und einem Anhänger auf den Weg nach Horw.
Ziel des Einsatzes war ein grosser Wiesenabschnitt am Fuss des Pilatushangs. Nach der Ankunft in der Schlundmatt stellten die Zivilschützer ihre Fahrzeuge auf dem Vorplatz des Pfadiheims Horw ab und bereiteten die Gerätschaften für den Einsatz vor. Die benötigten Maschinen wurden in einem Anhänger mittransportiert.
Instruktion und Sicherheit als Grundlage des Einsatzes
Bereits am Montag, dem ersten Tag der Einsatzwoche, starteten die Pioniere mit der Umsetzung des Auftrages der Gemeinde Horw. Mithilfe eines Lageplanes instruierte Patrick Ulrich seine Zivilschutzkameraden über die geltenden Vorschriften sowie die einzuhaltenden Sicherheitsmassnahmen beim Erstellen des Wanderweges.
Besondere Herausforderungen stellten dabei ein geschützter Wiesenabschnitt sowie die Reinhaltung des Steinibachs dar. Gleichzeitig erforderte auch der sichere Umgang mit den eingesetzten Maschinen erhöhte Aufmerksamkeit.
Vom Felsbrocken zum Wanderweg
Auch bei diesem Einsatz wurden die Pioniere entsprechend ihrer Erfahrungen und Kompetenzen den verschiedenen Aufgaben zugeteilt.
Bevor der Wanderweg angelegt werden konnte, mussten zunächst mehrere grosse Steine entfernt werden, die den geplanten Wegverlauf blockierten. Die Zivilschützer bearbeiteten die Felsbrocken mit einer Steinfräse, deren Fräsblatt mithilfe einer Wasserpumpe gekühlt wurde. Anschliessend trugen sie die einzelnen Schichten mit einem Abbauhammer ab.
Parallel dazu wurden die Ufer des Steinibachs von kleineren Bäumen befreit, welche zuvor von der Gemeinde Horw markiert worden waren. Zwei Pioniere, die eine Zusatz-Ausbildung zum Holzer absolviert hatten, übernahmen diese Aufgabe. Mit der Motorsäge fällten sie die gekennzeichneten Bäume und zogen diese mithilfe einer Spillwinde über den Bach auf die gewünschte Uferseite.
Anschliessend wurde das Holz mit der Motorsäge in transportfähige Stücke zerkleinert und mit einer Motorschubkarre den Hang hinunter transportiert. Dort wurde es gelagert und dann später vom Werkdienst der Gemeinde Horw weiterverarbeitet.
Nachdem das Gelände vorbereitet war, markierten die Zivilschützer den geplanten Wegverlauf mit Markierspray. Dabei hielten sie sich strikt an den vorgegebenen Lageplan, um sämtliche Vorgaben von Gemeinde und Kanton einzuhalten.
Im nächsten Schritt hoben die Pioniere den Weg mit Schaufeln aus und ebneten die Fläche mit einer Vibroplatte. Anschliessend wurde eine Kiesschicht eingebracht. Nach der Schichtung wurde der Belag erneut mit der Vibroplatte verdichtet, um die notwendige Stabilität zu gewährleisten. Auf diese Weise entstand der Wanderweg Stück für Stück, bis am Freitag schliesslich rund 150 Meter fertiggestellt waren.
Sicherheit als Schlüssel zum erfolgreichen Einsatz
Zwischen den einzelnen Arbeitssequenzen nutzten die Zivilschützer die Gelegenheit, wichtige Sicherheitsabläufe zu wiederholen - sowohl theoretisch als auch praktisch. Im Mittelpunkt standen dabei Übungen zur Absturzsicherung sowie zur korrekten Ladungssicherung.
«Der Ausbau des Wanderweges am Steinibach erwies sich zudem als ideale Gelegenheit, die eingesetzten Maschinen auf Ihre Funktionalität zu prüfen und den sicheren Umfang mit ihnen zu trainieren», betonte Patrick Ulrich.
Bei verschiedenen Arbeiten war das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung unerlässlich. Sicherheitshelm, Sicherheitsschuhe, Gehörschutz und Handschuhe gehörten deshalb zur Standardausrüstung der Pioniere. Sie trugen dazu bei, dass die Zivilschützer den fünftägigen Einsatz unfallfrei abschliessen konnten.
Für Pionier Yves Studhalter war es der erste Einsatz in seiner Zivilschutzlaufbahn: «Bei diesem Wetter draussen zu arbeiten und mein handwerkliches Geschick einzusetzen, macht grosse Freude», sagte er. «Zudem ist es ein idealer Ausgleich zum Arbeitsalltag. Der kameradschaftliche Umgang unter den Zivilschutzkameraden sorgt zusätzlich für ein gutes Arbeitsklima.»
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