Autor
Christian
Beck
ZSOpilatus Mediengruppe
Fotograf
Florian
Christen
ZSOpilatus Mediengruppe
Zivilschutz im Einsatz am LUKS: Wenn ein Spital umzieht, zählt jede helfende Hand
03.11.2026
| Luzern
| Betreuer
Ein Spitalumzug ist eine besondere Herausforderung: Patientinnen und Patienten müssen sicher in den neuen Räumlichkeiten ankommen, Abläufe reibungslos funktionieren und alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Beim Umzug des Kinderspitals Zentralschweiz, der Frauenklinik, inklusive der Neonatologie, am Luzerner Kantonsspital (LUKS) unterstützte die ZSOpilatus die Teams des LUKS, der MedPlan Engineering AG sowie des Logistikunternehmens Welti & Furrer während zwei Wochen tatkräftig.
Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt
Am Wochenende vom 17. und 18. Oktober 2026 zog das Kinderspital Zentralschweiz in den Neubau. Aufgrund der veralteten Infrastruktur des 55-jährigen Altbaus und massiv steigender Patientenzahlen war dieser Schritt dringend nötig. Am ersten Wochenende begleiteten die Betreuer der ZSOpilatus die Kinder vom alten Gebäude in den modernen Komplex. Gerade für die jungen Patientinnen und Patienten sowie deren Eltern bedeutete dies viel Neues. Umso wichtiger war eine aufmerksame Betreuung beim Ankommen in den komfortableren Räumlichkeiten.
Eine besondere Herausforderung stellte der Umzug der Intensivstation des Kinderspitales dar. Die Begleitung von Kindern in einem kritischen Gesundheitszustand war für die Zivilschützer auch emotional anspruchsvoll. Besonders grosse Sorgfalt erforderte der Transport von extrem frühgeborenen Kindern. Die Verlegung dieser besonders verletzlichen kleinen Patienten in ihren mobilen Inkubatoren verlangte höchste Konzentration, viel Fingerspitzengefühl und eine enge Zusammenarbeit mit dem medizinischen Fachpersonal.
Eine Woche später, am 24. und 25. Oktober 2026, folgte das nächste grosse Kapitel, der Umzug der Frauenklinik inklusive der Neonatologie. Auch hier halfen die 23 Betreuer mit, den Transport effizient und vor allem auf der menschlichen Ebene feinfühlig zu begleiten.
Da an den Wochenenden der reguläre Spitalbetrieb bis auf Notfälle eingestellt war, konnten sich alle Beteiligten voll und ganz auf den Umzug konzentrieren. Unter der Woche halfen die Zivilschützer zudem tatkräftig bei Aufräumarbeiten und weiteren anfallenden Aufgaben.
Ein Zivilschützer beschreibt seine Motivation so:
"Es ist schön zu sehen, dass wir Betreuer einen wichtigen Teil der Aufgaben beim Umzug erfüllen und sinnvolle Aufgaben zugeteilt bekommen. So können wir der Gesellschaft etwas zurückgeben."
Hand in Hand für einen gelungenen Umzug
Ein Spitalumzug dieser Grössenordnung gelingt nur, wenn die Zahnräder perfekt ineinandergreifen. Im Vorfeld planten MedPlan, das LUKS und die ZSOpilatus gemeinsam die Einsatzgebiete, Zeiträume und Prioritäten. Nur durch diese enge Kommunikation und das Miteinander war ein reibungsloser, fehlerfreier und für die Patienten angenehmer Ablauf garantiert.
Auch Deborah Suhner von MedPlan betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen dem LUKS, MedPlan und der ZSOpilatus als äusserst wertschätzend und angenehm empfunden wurde. Die Zivilschutzangehörigen wurden herzlich empfangen und konnten mit ihrem Einsatz einen wichtigen Beitrag zum Gelingen leisten.
Die Zusammenarbeit geht weiter
Mit dem Bezug der neuen Räumlichkeiten ist die Partnerschaft zwischen dem LUKS und der ZSOpilatus glücklicherweise nicht abgeschlossen. Das bisherige Gebäude des Kinderspitals wird am 2. Dezember 2026 für eine gemeinsame Übung der Betriebsfeuerwehr des LUKS und der Schnelleinsatz-Formation Cobra der ZSOpilatus genutzt.
Damit bleibt die Zusammenarbeit zwischen dem Spital und dem Zivilschutz auch über die Umzüge hinaus bestehen. Der Einsatz am LUKS zeigt einmal mehr, wie der Zivilschutz mit praktischer Unterstützung und persönlichem Engagement dort anpackt, wo zusätzliche Hände gebraucht werden.
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